Pädagogisches Konzept

Auf der Suche nach „Neuen Wegen“ in der Arbeit mit den Kindern, haben wir uns mit verschiedenen pädagogischen Richtungen auseinandergesetzt. Einige Beispiele wollen wir zitieren:

Die Haltung des Erwachsenen dem Kind gegenüber war es, was uns so beeindruckt hat.

Wir erkannten:
Am Anfang einer Änderung des pädagogischen Konzeptes steht grundsätzlich die Entscheidung, sich wirklich auf das Kind einzulassen und die Bereitschaft, die Kinder in ihrem wahren Sein wahrzunehmen und die Bedürfnisse der Kinder in der Mittelpunkt der Planung zu stellen und Respekt vor ihrem Sein und Tun zu haben. „Ich darf so sein wie ich bin“

Wir suchten mit diesen Erkenntnissen nach „neuen Wegen“.
Wir wollten im Kindergarten einen Ort schaffen, wo die Kinder mit realen Dingen hantieren und experimentieren dürfen.
Einen Ort, wo den Kindern wahre Autonomie zugestanden wird, sich frei zu entscheiden und ohne Zeitdruck auszuprobieren.
Freiräume, wo sie selbst Verantwortung übernehmen können und wo sie genug Raum und Zeit zum Bewegen, Forschen, Experimentieren, Ruhen, Zuhören, Werken, Singen, Musizieren, Verkleiden, Spielen, u.s.w. vorfinden.

Wir haben die Gruppenräume mit ihren Angeboten und Bereichen, den Garten und den Tagesablauf verändert.
Die Kinder finden offene Spiel- und Bewegungsbereiche im ganzen Haus und dem angeschlossenen Erlebnisgarten vor, die sie frei benützen dürfen.
Weiters dürfen die Kinder grupppenübergreifend unter den Bildungsangeboten wählen.

Wir sind auf dem Weg „Der offenen Kindergartenarbeit“ und wachsen durch eine gemeinsame Pädagogik zu einem Team zusammen.

Klare Absprachen verhindern Konflikte.

Die Öffnung des Kindergartens ist ein Prozess, auf den sich alle einlassen müssen, und er kann nur schrittweise vollzogen werden. Mitarbeiter, Kinder und Eltern brauchen Zeit, sich auf die Veränderungen einzulassen. Momente des „lnnehaltens“ sind wichtig, um zu reflektieren.

Die Kindergartenregeln von Kindern gezeichnet als PDF-Download:
Download Kindergartenregeln

Integration

Das Projekt “Integration im offenen Kindergarten“ ist ein innovatives Modell.
Es realisiert im Besonderen die grundlegende Idee von Integration, den Kindern mit besonderen Bedürfnissen ein Umfeld mit größtmöglicher Normalität zu bieten und gleichzeitig individuelle Förderung und Unterstützung zu gewährleisten.
Es bietet einen Rahmen, in dem alle Kinder mit ihren Stärken, Schwächen und individuellen Bedürfnissen Platz finden.

Die Heilpädagogische Kindergärtnerin beobachtet, begleitet und unterstützt Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Kinder in schwierigen Entwicklungsphasen in ihrem Tun .Heilpädagogische Impulse fließen in das Spiel oder in Alltagsituationen ein, wobei das Kind Hauptakteur der Spielsituation bleibt.

Angebote an die Gruppe sind so gestaltet, dass sich jedes Kind mit seinen Fähigkeiten auf seinem jeweiligen Entwicklungsniveau daran beteiligen kann.

Nach Georg Feuser heißt
INTEGRATION zu realisieren, dass alle Kinder an beziehungsweise mit einem Gegenstand in Kooperation miteinander auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau spielen und lernen.

   
Zur Ruhe kommen, sich spüren
Die Waschstraße
   
In der Natur spüren, lernen begreifen
   
Mundmotorik - Akkustische Differenzierung
   
Förderung der Sozialkompetenz
Umgang mit Gefühlen und Streitkultur
Der Mensch wird am DU zum ICH
(Martin Buber)
   
Lilly & Willy
lernen mit den Kindern streiten
Im Erzählzelt gibt es Platz für Sorgen, Ängste, Wut und Übermut
   
Bewegung ist das Tor zum Denken  
 
   
Graphomotorik
   

Unser Ziel ist es:
dass alle Kinder
durch die weitaus vielfältigeren Angebote im „Offenen Kindergarten“
unter verschiedenen Möglichkeiten wählen können,
damit sie immer mehr Selbständigkeit erlangen
und eigenverantwortlich entscheiden und handeln,
Verantwortung für ihr Tun übernehmen,
sich in unterschiedliche Situationen aufeinander einstellen können,
einen großen Wortschatz erwerben und ihn anwenden,
sich kreativ mit der Welt auseinandersetzen,
Ideen entwickeln
und umsetzen
ohne Angst, Fehler zu machen.

 

ZURÜCK

Maria Montessori
Maria Montessori stellt die Einstellung der Erzieherin zum Kind in den Vordergrund. Im Zentrum des pädagogischen Alltags stehen die Begriffe: Freiheit, Ordnung, Stille, Konzentration, schöpferisches Lernen, Selbstentfaltung, Selbstständigkeit, die neue Erzieherin, die sensiblen Perioden, das Kind als Baumeister des Menschen und nicht zuletzt die Forderung des Kindes an den Erwachsenen: „Hilf mir es selbst zu tun!

 

Korczak Janusz
Korczak hat in seinen Schriften viele Rechte für die Kinder formuliert. Korczak sagt:
„Das Kind hat ein Recht auf eigene Erfahrung und Eigenständigkeit“(gegen Überbehütung)
„Das Kind hat ein Recht, so zu sein, wie es ist“

„Das Kind hat ein Recht, Fehler zu machen und zu versagen.“
Korczak sagt weiters: „Wir sollten Achtung haben vor der gegenwärtigen Stunde, vor dem heutigen Tag. Wie soll das Kind imstande sein, morgen zu leben, wenn wir ihm heute nicht gestatten, ein vertrauensvolles, bewusstes Leben zu führen?“

Für den Erzieher gibt Korczak folgende Impulse:
- Fühle mit dem Kind
- begleite und bevormunde nicht
- achte die Rechte des Kindes (es sind auch deine Rechte)
- beobachte und reflektiere
- schaffe mit Phantasie und Humor eine demokratische Lebenswelt.


ZURÜCK


Reggio-Pädagogik
Die Reggio-Pädagogik ist eine innovative Pädagogik, die offen für neue Ideen ist. Für die Erzieher in der Reggio-Pädagogik ist die Wahrnehmung mit allen Sinnen ein wichtiges Element. Kinder erleben von Geburt an ihre Umwelt mit allen Sinnen. Viele davon werden jedoch in unserer technisierten und an Naturerfahrungen armen Umwelt begraben.

Die Pädagogen in der Reggio-Pädagogik prägten das Bild der 100 Sprachen: „Das Kind hat 100 Möglichkeiten, 100 Hände, 100 Gedanken .... 100 Weisen zu hören, zu staunen, zu lieben ... 100 Welten zu träumen.“
„Kinder haben 100 Sprachen und 99 davon nehmen wir ihnen“

 

Jean Piaget
Das Kind als Akteur seiner Entwicklung.
Nach Jean Piaget können und sollen Kinder ihre Entwicklungsprozesse selbst gestalten. Sie bedürfen jedoch einer Umgebung, die ihnen Anregung und Herausforderung bedeutet für Experimente und Entdeckung. Diese sollen Kinder selbständig wahrnehmen und bewältigen. Die Erwachsenen sollten sich weitgehend im Hintergrund halten und nur bei Bedarf helfend und unterstützend auftreten. Da Lernprozesse nach Piaget immer mit unmittelbaren Handlungen verbunden sind, lernen Kinder am intensivsten, wenn ihnen handelnde Auseinandersetzungen und Manipulation von Objekten und in Situationen möglich sind. Das ganze „Lernen aus zweiter Hand“ durch Medien, die nur mittelbare Begegnung mit dem Leben, wird unter dieser Prämisse immer fragwürdiger. Eine von den Grundgedanken des Piaget'schen Entwicklungsmodells getragene Pädagogik wird sich weniger mit der Frage beschäftigen, wie denn ein Kind zu fördern, zu entwickeln, zu ändern sei, vielmehr dagegen mit der Frage, was an der Umgebung, dem Modell, des bisherigen Erfahrungen so geartet war oder ist, dass darin für